ECKART Pigmente für Saatgutbeschichtung - Schimmernde Kostbarkeiten

Saatgut ist ebenso teuer wie leicht verderblich. Seit Menschengedenken versuchen die Bauern, ihre Saat gegen Pilzbefall, Parasiten und Schimmel zu schützen.

Eine Kaffeetasse voller Tomatensamen der hochwertigsten Kategorie kostet um die 10.000 US-Dollar. Das ist beinahe so teuer wie pures Gold. Im Unterschied zum Edelmetall sind die winzigen Kostbarkeiten bei falscher Lagerung jedoch innerhalb weniger Tage verdorben, unbrauchbar, nicht mehr keimfähig. Zudem wünscht sich der Käufer des Saatguts natürlich eine möglichst hohe Ausbeute beim Keimungsvorgang, je mehr Samen aufgehen, desto preiswerter wird die Investition in das Saatgut. Das gilt generell für jede Art von Saatgut, auch für die weniger kostbaren Sorten, die dafür oft in sehr viel größeren Mengen gelagert werden müssen, was ihre Anfälligkeit zusätzlich steigert.

Kein Wunder, dass die Forschung schon lange versucht, Saatgut so widerstandsfähig und haltbar wie möglich zu machen und optimale Keimungs- und Wachstumseigenschaften zu fördern. Spontan wird mancher an Gentechnologie denken - und tatsächlich arbeitet die Forschung schon seit Jahren an gentechnisch verändertem Saatgut, das mehr aushält als natürliche Samen. Doch die Einflussnahme gentechnisch bearbeiteter Pflanzen auf natürliche Ökosysteme ist nach wie vor nicht ausreichend erforscht.

Es gibt jedoch eine Alternative zur Gentechnik: Eine sehr ungewöhnliche Methode kommt aus einem Industriezweig, der auf den ersten Blick nur wenig mit Landwirtschaft zu tun hat. Pflanzensamen werden nach der Gewinnung Widerstands- und keimfähiger gemacht, indem man sie einfach mit einer Beschichtung umhüllt. Dieser Vorgang heißt Seed Coating. Die zusätzliche Schicht kann unterschiedlichste Stoffe enthalten: Wirkstoffe gegen Unkraut und Pilzbefall (sog. Herbizide und Fungizide) aber auch eine direkte Beschichtung mit Dünger kann von Vorteil sein, damit der Keim gleich in optimaler Umgebung aufwachsen kann Mit solchen Beschichtungen lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Samen auch tatsächlich ein gesunder Keimling aus dem Boden wächst, auf 98 bis 99 Prozent steigern. Das ist der Haupthintergrund für Seed Coating.

Eher praktischer Natur ist das Einfärben des Saatguts: In der Regel verändern sich durch das Seed Coating Größe und Form des Samens so stark, dass sich die Samenarten nicht mehr sicher voneinander unterscheiden lassen. Roggensamen sehen nach dem Beschichten aus wie Weizen oder Hafer - und deshalb färbt man sie zur besseren Unterscheidung einfach ein. Jede Farbe steht dann für einen anderen Samen. Um die Farbpalette zu erweitern, mischen die Saatguthersteller zudem auch Perlglanzpigmente von ECKART in ihre Beschichtungen. Die natürlich schimmernde Beschichtung schützt das Saatkorn nicht nur, sie lässt es auch frisch und gesund aussehen - die Optik spielt auch in der Landwirtschaft eine nicht unwichtige Rolle.

Ein wesentliches Kriterium für die Bestandteile der Saatgutbeschichtungen besteht darin, dass sie chemisch möglichst neutral sind. Das heißt: Neben den beabsichtigten Wirkungen der Schutzmittel und Dünger darf kein weiterer Zusatz eine chemische Aktivität entfalten, schon gar keine, die das Wachstum oder die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen oder den Boden schädigen könnte.

"Als Saatguthersteller müssen Sie in jedem Fall sicherstellen, dass Sie nichts toxikologisch Bedenkliches zumischen", erläutert Dr. Mark Stoll, Produktgruppenmanager für Perlglanz. Bei den Zusätzen fürs Seed Coating kann er sich sicher sein: Perlglanzpigmente von ECKART entstehen auf Basis von Glimmer als Grundbestandteil, einem natürlichen Rohstoff und zudem eins der am häufigsten in der Natur vorkommenden Mineralien.

ECKART stellt die Pigmente mit den gewünschten Eigenschaften her und liefert sie den Saatgutherstellern als Rohstoff fürs Seed Coating als eine Komponente von mehreren. Die eigentliche Beschichtung übernimmt der Saatguthersteller. "Im Prinzip wissen wir schon, was unsere Kunden beim Seed Coating machen, die genaue Rezeptur kennen wir im Normalfall aber nicht", erläutert Dr. Stoll, "Wir liefern lediglich einen einfach einzusetzenden Rohstoff zu, toxikologisch unbedenklich und nicht chemisch aktiv."

Übrigens kommen Perlglanzpigmente auf gleicher chemischer Basis auch in kosmetischen Produkten zum Einsatz "Von ihren Grundeigenschaften unterscheiden sich der Perlglanz im Shampoo und für die Saatgutbeschichtung nicht signifikant", erklärt Dr. Stoll. Die Pigmente unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche verfahrenstechnische Parameter, oft sind es andere Pigmentgrößen, Modifikationen der Oberfläche (Beschichtungen) oder eine sterile Verkaufsform.

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